Von Sündenböcken und Heulsusen


Pluto in Steinbock fordert auch das gegenüberliegende Zeichen Krebs mit heraus. Dass die gesamte Zeichen-Achse mitgedacht werden muss, führt die Autorin auch mit einem Rückblick auf die Zeit zwischen den Weltkriegen vor, als Pluto durch das Zeichen Krebs wanderte. Wie bekommen wir heute Steinbock und Krebs in eine gute Balance?
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Astrologie – Demontage einer hilfreichen Wissenschaft

Was uns derzeit unserer Wachstumsmöglichkeiten beraubt

Astrologie beschreibt dem Menschen innewohnende psychische Kräfte. Menschen erforschen und benennen diese Kräfte seit Menschengedenken. Daher gaben wir diesen Kräften Namen, lange bevor die moderne Psychologie erfunden wurde. Diese Namen haben sich erstaunlicherweise bis heute überliefert, obwohl sie aus heutiger Sicht kurios und skurril erscheinen. „Widder“ heißt die Kraft in uns, die Tatsachen schaffen kann und will. „Stier“ heißt die Kraft in uns, die sicherstellt, dass wir nach dem ersten Impuls zu leben auch auf dieser Welt bleiben wollen und können …. man kennt die weiteren zehn Beschreibungen aus den Tierkreiszeichen.

Wir gestalten mit den uns zur Verfügung stehenden inneren Kräften unsere Welt. Immer gibt es unzählig viele Möglichkeiten, unsere inneren Potentiale Wirklichkeit werden zu lassen.
Astrolog*innen, die ihre Interpretation dieser archetypischen, in ihrer ganzen Tiefe niemals vollends beschreibbaren Kräfte als Wahrheit darstellen, verstehen diese Kunst meiner Ansicht nach falsch. Denn auf welche Weise die in Sternen abgebildeten Energien dann tatsächlich formieren, bleibt doch immer ein Geheimnis des Lebens.

Rat für Unerklärliches

Aufgrund der außergewöhnlichen Zeiten erlebt die Astrologie derzeit ein Hoch. Menschen suchen Rat für Unerklärliches und wenden sich Quellen zu, die sie vorher nicht zu Rate zogen. Alle Stilblüten, Auswüchse und Gefahren, die Astrologie in Menschenhand immer schon barg, erfahren dieselbe Aufwertung. Das kann man belächeln oder sich darüber die Haare raufen. Ich gehöre zu Letzteren, da ich sehe, wie hilfreiche Möglichkeiten der Sternenwissenschaft damit zunichte gemacht werden. Es kommt mir vor, als würden Heilpraktiker*innen wie ehedem wieder Hühnerkot in Wunden reiben, um diese zu heilen und damit den gesamten Berufsstand demontieren.

Pluto in Verbindung mit den Steinbock-Kräften (in dessen Zeichen er steht, und 2020 dort in Verbindung mit dem SteinbockHerrscher Saturn) wird munter als „Gewalt“ und „Repression“ vom „Staat“ dargestellt. Wie verblüffend: Es gibt tatsächlich Restriktionen, es gibt staatlich angeordnete einschränkende Maßnahmen, viele leiden darunter. Ja, dies kann tatsächlich eine Verbindung der beschriebenen astrologischen Kräfte sein. Es ist verblüffend, wenn von den geäußerten Vermutungen etwas zutrifft. Das sichert Bewunderung und Aufmerksamkeit der Mitmenschen.

Ebenso hundertprozentig kann diese Sternenkonstellationen für ein kleines Kind in der Trotzphase, das an der Supermarktkasse einen Lutscher will und von den Eltern verweigert bekommt, ein schlimmes Steinbock-Pluto-Erlebnis sein. Dem unbedingten Verlangen (Pluto) wird Einhalt geboten (Saturn).

Pluto ist nicht „Gewalt“

Pluto ist nicht „Gewalt“, wie es leider derzeit oft zu lesen ist. Gewalt ist eine von unzähligen Manifestationen plutonischer Kräfte. Pluto ist in erster Linie als Herrscher des Zeichens Skorpion für alles (alles, alles) zuständig, was wir noch nicht selbst sind und nicht in unserem sicheren Zugriff haben. Sein Einfluss in unserem Horoskop und als aktueller Transitplanet sorgt dafür, dass wir uns niemals selbst genügen, sondern – von Begehren und Verlangen getrieben – wachsen wollen. Wachstum kann schmerzen, wenn wir an unseren alten Formen zu sehr hängen. Dieses Spannungsverhältnis provoziert oft genug gewalttägige Ereignisse auf der Welt.

Die erlebten Einschränkungen Staaten und Mächtigen zuzuschreiben, beraubt uns als Individuen unserer Wachstumsmöglichkeiten. In der Psychologie nennt man das Projektion. Schmerzhaftes Wachstum wird vermieden, indem ich Ungeliebtes anderen zuschreibe, was ich an mir nicht sehen mag. „Da, der ist schuld, er lässt mich nicht …!“ anstatt „Oh je, vielleicht ist mein Verhalten nicht in Ordnung.“
Die Astrologie ließe problemlos viele weitere Interpretationen zu: Pluto-Steinbock fordert auf, mein gesellschaftliches Engagement (Steinbock) zu überprüfen (Pluto). „Habe ich getan, was notwendig ist?“
Die Astrologie ließe hier auch die Frage zu, ob ich es mir in der Vergangenheit zu bequem gemacht habe und Pluto mich jetzt zwickt und Nachbesserung fordert.

Habe ich meine persönliche Lebenswirklichkeit (Steinbock) so gestaltet, wie ich es vor mir, vor meinen Liebsten, vor meinen Kindern und Mitmenschen verantworten mag? Je nachdem, wie die Antwort ausfällt, wird Plutos Antwort mehr oder weniger angenehm ausfallen.

Saturn ist nicht „der Staat“

Wer im Angesicht der Pandemie selbige leugnet, lebt auf krasse Weise an der Wirklichkeit (Steinbock) vorbei. Pluto kommt da vielleicht als gefühlter Zwang daher, der auf Staat und „Schlafschafe“ projiziert wird, wenn die eigene Traumblase zugunsten der realen, mitunter unangenehmen Tatsachen (Saturn) nicht verlassen werden will.

Dass es wirklich viel zu tun gibt, um einen Staat gut zu organisieren, liegt auf der Hand. Pluto in Steinbock gibt hier genügend Impulse und das Verlangen nach Verbesserungen. Das Anerkennen von Tatsachen ist Voraussetzung dafür.

Die wechselnden Vorstellungen einer möglichen Weltverschwörung zugrunde zu legen, lähmt und verstellt den Blick auf das, was getan werden muss und kann (Steinbock). Solange wir Verschwörungsdenken (Pluto, ja, das ist Pluto auch!) nachhängen, blockiert er unsere Selbstwirksamkeit (Steinbock).

Pluto-Steinbock kann im Positiven sein, bessere Konzepte für eine bessere Gesellschaft zu finden; den nicht erhaltenen Lutscher an der Supermarktkasse zu verkraften; in eine verantwortungsvolle Position hineinzuwachsen; ganz allgemein die Sicht auf die eigene Lebensrealität zu erweitern; sich verantwortungsvoller oder vorsichtiger zu verhalten als zuvor uvm.

Nutzen wir die Astrologie, um Handlungsspielräume zu erweitern. Es geht mit den Sternen um unsere inneren Wirklichkeiten und Chancen. Leider ist es einfacher, den bösen Nachbarn, die damals lieblose Mutter oder den Staat für unser Elend verantwortlich zu machen. Das haben wir Menschen immer schon gern getan und extra Sündenböcke dafür erfunden, die man in die Wüste jagen kann. Dann kann man wieder ein Jahr lang so tun, als wäre die Welt in Ordnung, anstatt sich selbst zu hinterfragen.

 

Verdauung 2020

Anregungen für Menschen, die die anstrengenden Energie des Jahres 2020 besonders belasten. Was nimmst Du aus dieser Zeit mit? Vielleicht einige Eigenschaften und Erfahrungen, die uns als Menschheit zum Überleben helfen:

Betreffend Pluto, Saturn und Jupiter in Steinbock:

* Leidest Du persönlich sehr unter Ausgangsbeschränkungen, Existenzängsten oder unter Einsamkeit? Was Du aus solchen Phasen lernen kannst ist, mit wie wenig Du im Ernstfall zurecht kommst. Das Leben wird wieder leichter werden, aber Du weißt zukünftig, dass Du karge Zeiten überstehen kannst.

* Hast Du so gelitten, dass Du allein nicht mehr zurecht kamst? Dann weißt Du jetzt, dass Du in der Lage bist, Dir Hilfe zu holen – oder lernst es bitte noch .
Selbsthilfegruppen bei KISS Regensburg
Telefonseelsorge Tel. 0800.1110111
Krisendienst Psychiatrie Tel. 0180 / 655 3000

* Hast Du sehr mit anderen gelitten? Die mit Covid einhergehenden Belastungen haben teilweise unfassbares Leid bei Alten, Behinderten, Kindern aus sozialen Brennpunkten und anderen besonders Belasteten hervorgerufen. Wer hiermit in Berührung kam, hat die Grenzen seines Wirkens oft extrem schmerzlich kennengelernt. Es gehört zur menschlichen Existenz, dass wir manchmal wirklich nicht ausreichend für die Linderung des Leides anderer sorgen können. Wir müssen uns davon abgrenzen, wenn es unsere Fähigkeiten übersteigt. Wenn wir das nicht tun, werden wir auf Dauer unfähig, für uns und auch für andere zu sorgen. Schlaflosigkeit, Depression und Lähmung sind für niemanden eine Hilfe.

Betreffend Neptun in Fische

* Neptun macht dünnhäutig und oft übersteigt das Mitgefühl für andere unsere persönlichen Grenzen. Wir dürfen und müssen dann sogar dafür sorgen, dass wir wieder genug Distanz zum Weltgeschehen und auch zum Leid anderer bekommen. Zu viel Neptun-Fische entgrenzt. Die Folge davon kann sein, dass man meint, persönlich alles Leid der Welt lindern zu können oder zu müssen. Um weiter gut für sich und letztlich auch natürlich für andere sorgen zu können, brauchen wir den Mut, uns einzugestehen, dass wir unsere persönlichen Grenzen haben und diese auch zu pflegen.

* Neptun verwirrt. Das hilft, wenn wir an alten, schädlichen Mustern zu sehr klammern, und verwirrt feststellen, dass diese nicht mehr funktionieren. Wir suchen dann nach Neuem.
Neptunische Verwirrung kann aber genauso Schaden anrichten. Es ist verführerisch und menschlich, sich in Zeiten der Unsicherheit an vermeintliche Fakten zu klammern und sich die Welt „gefühlt“ selbst zu erklären. Verwirrung und Unsicherheit auszuhalten, ohne gleich Schuldige und alternative Fakten zu bemühen – das wäre derzeit hilfreich und angesagt. Neptun destabilisiert. Das Neue kommt hinterher oder nebenbei meist ganz unbemerkt, oft ohne direktes Zutun.
Statt in verwirrenden Zeiten trügerischen Halt bei „geglaubten“ Fakten zu suchen, hilft es, still zu werden. Das Neue ist schon da, es lässt sich aber nicht greifen. Laute Rufe, Beschwerden und Anklagen übertönen die zarten Töne des Neuen.

Zusammengefasst scheint das Gebet von Reinhold Niebuhr genau für unsere Zeit geschrieben, auch wenn da ein paar Wörter vorkommen, die konfessionsbedingt nicht alle gleichermaßen verwenden würden. Ob es der Glaube an einen katholischen Gott oder die Kraft des Universums ist, ob es Sünde oder persönliche Vermessenheit heißt, möge jede*r für sich passend übersetzen:

Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Einen Tag nach dem anderen zu leben,
einen Moment nach dem anderen zu genießen.
Entbehrung als einen Weg zum Frieden zu akzeptieren.
Diese sündige Welt anzunehmen, wie Jesus es tat,
und nicht so, wie ich sie gern hätte.
Zu vertrauen, dass Du alles richtig machen wirst,
wenn ich mich Deinem Willen hingebe,
sodass ich in diesem Leben ziemlich glücklich sein möge
und im nächsten für immer überglücklich.
  Amen.

Von Hühneraugen, Göttern und Verantwortung

Als wir Astrolog*innen kommen sahen, dass sich um den letzten Jahreswechsel Saturn zu Pluto gesellen würde, zogen wir die Augenbrauen etwas nach oben und gleichzeitig die Mundwinkel nach unten. Würde doch die plutonische Überprüfung der Strukturen mit Saturn eine Verstärkung der ganz besonderen Art erhalten – staatlicher ebenso wie persönlicher Strukturen.

Zeit, um Hühneraugen aufzuspüren.

Steinbock und Saturn legen schmerzhaft die Finger in Wunden, wenn mit Verantwortung nicht angemessen umgegangen wurde. Saturn überprüft, ob gewachsene Strukturen und die errichteten Gewohnheiten unserer Leben tragen.

Pluto geht darin noch weiter und lässt uns extrem schmerzhaft fühlen, wenn wir Luft nach oben ließen, weil wir unserer Verantwortung in der Welt nicht gerecht würden. Jupiter gesellte sich als Entwicklungsbeschleuniger ab Ende 2019 noch dazu. Alle zusammen finden wohl immer ungelebtes Potential, Schlamperei, Unnützes, Schädliches oder Provisorien. Sie belassen es ganz sicher nicht dabei, dass wir mit eingezogenen Schultern und verkniffenem Gesicht warten, bis sie vorüber sind.

So konnten wir Astrolog*innen uns also darauf gefasst machen, dass in 2020 etwas geschehen würde, was unseren gewachsenen, saturnischen Strukturen auf die Füße fällt. Und wir wussten, dass hier und dort Hühneraugen lauern, die uns unter dem PlutoSaturnGewicht schmerzhaft aufschreien lassen würden.

Was möchte Steinbock für Dich persönlich tun?

SteinbockQualitäten in einem einzelnen Menschen sorgen dafür, dass er handlungs- und überlebensfähig ist, weil er Verantwortung für sich selbst und für seine Lebenszusammenhänge übernehmen kann. Steinbock sorgt dafür, dass wir über unsere naheliegenden emotionalen Bedürfnisse hinaus ein Stück Tapferkeit entwickeln können. Dieses Stückchen Tapferkeit sorgt dafür, dass sich andere auf uns verlassen können. Es hilft uns dabei, dass wir Erspartes für Notzeiten aufheben und nicht alles sofort verprassen. Steinbock verleiht uns die Fähigkeit, uns für ein angestrebtes Ziel so richtig anzustrengen, auch wenn es gerade keinen Spaß macht.

Steinbock in uns weiß, dass wir unsere Mitmenschen respektvoll behandeln müssen, damit wir denselben Respekt von ihnen erwarten können. Steinbock ist der große Wenn-Dass-Kalkulator in uns. Er beobachtet unsere Wirklichkeit und zieht Schlüsse, Erfahrung und Konsequenzen daraus. Damit verkörpert er eine sehr erwachsene Qualität in uns. Seine Gaben erfordern Zeit und Geduld. Nach und nach entsteht schon zeitlebens auf diese Weise unser inneres Erfahrungsgerüst, auf das wir uns verlassen können.

Was kann Steinbock für unsere Gesellschaft tun?

In einer Demokratie geben wir ein Stück unserer eigenen Verantwortung an Staatsvertreter ab. Das ist effektiv, da sich nicht alle Menschen der Gemeinschaft im täglichen Leben mit der Verteilung von Gemeinschaftsgütern und Regeln des Zusammenlebens beschäftigen müssen. Wir erhalten dadurch ein Stück Freiheit, den Bedürfnissen unseres täglichen Lebens nachzugehen. Die Polizei nimmt Verbrecher fest, die Volksvertreter in Gerichten fällen ein Urteil, Gesetze wurden zuvor im Parlament beschlossen. Dieses Vorgehen hat sich als praktisch erwiesen, da sich Experten herausbilden, die Erfahrung (Steinbock!) mit diesen Dingen haben. Rechtsstaaten kamen damit ab von Selbstjustiz und etablierten ein Stück mehr Gerechtigkeit (Steinbock!) in ihren Gesellschaften.

Was hat jetzt Pluto mit der ganzen Sache zu tun?

Wie alles Menschliche, sind diese Strukturen alles andere als perfekt. Wenn Pluto ein Zeichen durchquert, dann rücken die Unperfektheiten in den Fokus. Pluto fordert in seinen Transiten immer die Entwicklung des vollkommenen Potentials der Sache, die er beleuchtet.

Pluto in Steinbock lässt uns also fühlen, wo wir unserer Verantwortung nicht gerecht wurden. Das ist ein schmerzhafter Prozess. Es wird deutlich, wo überall geschludert wurde, wo wir nachlässig waren.

Was kann passieren, wenn Pluto durch Steinbock wandert?

Es ist menschlich, die Schuldigen jetzt im Außen zu suchen und Sündenböcke durchs Dorf zu treiben. Dieses Verhalten ist ein Effekt, dem sich Liz Green in Ihrem Buch „Schattenseiten der Seele; Extreme Seelenzustände und Astrologie [Chiron Verlag 2003]“ widmete. Unfassbare Ereignisse, Schocks und Überforderungen führen dazu, dass wir Sündenböcke suchen. Minderheiten und Außenseiter eignen sich immer schon hervorragend dafür. Während früherer Pandemien wurden schon mal heilkundige Frauen als Schuldige identifiziert und als Hexen verbrannt. Religiöse und völkische Minderheiten, Ausländer und die mit dem bösen Blick … die menschliche Psyche ist ein kreativer Erfinder von derartigen „Erklärungen“ für Unbegreifliches. Da unser Verstand die hohe Komplexität der Welt schlecht begreifen kann, konstruiert oder übernimmt er gern einfache Ursache-Wirkungs-Erklärungen. Populisten haben daher oft einfaches Spiel, wenn sie einfache Erklärungen für nahezu undurchdringliche Faktenlagen bieten. Jetzt, mit Pluto in Steinbock, ist es vielleicht logisch, dass auch wieder die Mächtigen, die Volksvertreter die Schuldigen und Sündenböcke sein müssen. Auch das ist nicht das erste Mal in der Menschheitsgeschichte. Wenn es früheren Völkern längere Zeit nicht mehr gut ging, Hungersnöte und Krankheiten trotz Opfergaben wüteten, fielen immer auch mal die Mächtigen, die Priester und Schamanen vor dem sie zuvor anbetenden Volk in Ungnade. Rational war das damals so wenig wie heute und es scheint, die Mechanismen sind im Jahr 2020 die gleichen. Es war und ist aber auch ein Ausdruck dafür, dass viele einzelne Menschen mit ihrer eigenen, inneren steinböckischen Struktur in Schieflage gerieten.

Was gilt es dann jetzt konkret zu verändern?

Was sage ich da? Es geht im Kern nicht um Pandemie, nicht um unfähige Regierungen, nein: Es geht um jede*n Einzelne* von uns?

Was haben wir nämlich gemacht? Wir haben unseren Regierungen Macht gegeben. Die praktische Sache hier am Anfang, erinnern wir uns: Experten kümmern sich um Verwaltung, Verteilung, Gesetzesausübung etc. Sollte das ein Fehler gewesen sein? Es kann sich doch nicht jede*r um alles kümmern, oder? Sollen wir wieder mit Selbstjustiz beginnen? Hauen und Stechen um Verteilung von Steuergeldern wäre vorprogrammiert, das Gesetz des Stärkeren statt Gewaltenteilung? Einige rufen da gerade ganz laut: Hört halt auf mich, ich weiß genau, wie es geht! Ein ganzer Chor von Wissenden erklärt uns die Welt, der Ton eher schrill denn wohlklingend. Für wen entscheide ich mich da? Die Frau da vorne aus Berlin, die Impfungen und die Pharmaindustrie abschaffen wird, wenn sie die Macht dazu bekommt? Oder der Mann da drüben im Sudan, der um die Impfration gegen Kinderlähmung für sein Kind kämpft und die moderne Medizin für einen Segen hält? Der Mann, der Anarchie predigt und seine Vorstellung von der Welt durchsetzen will oder die Frau, die gern per Gesetz durchdrücken würde, dass niemand mehr Masken tragen muss? Jupiter im Verbund mit Pluto und Saturn hat diesen Chor der Wissenden schnell schrill und laut werden lassen. Der Kampf um die Meinungsmacht hat sich dazugesellt, Toleranz kennt Jupiter in Steinbock nur, wenn er dabei Recht behält.

Mir ist nicht wohl bei dem Gedanken, ich würde mich für eine einzelne Stimme aus dem aktuellen Chor der Wissenden entscheiden.

Plötzlich stehen jetzt Pluto und Saturn vor meinem inneren Auge und gucken mich herausfordernd aus ihrem steinböckischen Umfeld an. Pluto mit brennenden Augen. Er sagt kein Wort, trotzdem hallt seine Stimme in mir ganz laut mit den Worten. „Nimm Deine persönliche Verantwortung wahr.“ Huch, hat da jemand was gesagt? Dann, etwas meckeriger, ertönt noch eine andere Stimme, als ich Saturn in seine leicht spöttische Mine blicke: „Du kannst Verantwortung nicht einfach abgeben.“

Verwirrende Botschaft aus dem All für mich persönlich!

Na, da muss ich mich erstmal setzen. Botschaft direkt aus dem All. Gut, Leute, es ist meine persönliche Botschaft. Jupiter war nicht dabei, also fehlt der Auftrag, dass das für Euch alle die richtige Botschaft sein muss. Für mich allerdings ist diese Botschaft extrem wichtig geworden. Ich habe nämlich überlegt, was diese plutonisch-saturnische Botschaft für mich ganz persönlich bedeuten kann. Die beiden sprachen nicht davon, dass ich eine neue Weltregierung errichten oder selbige fürchten müsste. Sie sprachen nicht davon, ich solle die Welt höchstselbst aus den Angeln heben. Die beiden Stimmen sprachen von meiner eigenen, persönlichen Verantwortung und haben mich mittlerweile echt auf Ideen gebracht.

Vom Kleinen zum Großen.

Eine Regierung an sich ist nicht das Problem. Allerdings bildet der menschliche Faktor der Mandatsträger*innen die Schwachstelle. Eine Regierende ist kein Archetypus, ist also kein archetypischer 100%ig verantwortungsvoller Steinbock. Deshalb müssen wir die Regierenden kontrollieren. Mächtige unterliegen immer der Gefahr, in eigene Taschen zu wirtschaften, Macht zu missbrauchen etc. Das werden wir nicht ändern, auch wenn wir einem vielversprechenden Populisten, einer vielversprechenden Weltverbesserin oder einem anderen Menschen hinterherlaufen, der uns das Blaue vom Himmel verspricht und die Weltenlage plausibel und einfach erklärt. Wir dürfen Menschen wählen, aber wir müssen ihnen auf die Finger schauen, Kontrollinstanzen einfordern und nutzen. Wir müssen uns demokratisch auseinandersetzen, dabei steinböckische Tapferkeit und Ausdauer an den Tag legen. Schau auf Dein eigenes Leben. Wo hast Du die Dinge laufen lassen und nur gemeckert, ohne Dich zu engagieren? Wo hast Du versäumt, Dich mit dem echten Leben auseinanderzusetzen? Wo hast Du lieber von einer besseren Welt geträumt, als die mühevolle Aufgabe zu übernehmen, Dich einzumischen?

Unsere irdische Wirklichkeit ist steinböckisches Feld.

Saturn, der Herrscher von Steinbock, hat seinen Vater Uranus entmannt. Erst dann ist Leben möglich geworden. Zuvor hat Uranus, der erste Gott, alle seine Kinder getötet, weil sie nicht perfekt genug waren. Saturn hat es geschafft, Leben Wirklichkeit werden zu lassen. Mit dem Unperfekten müssen wir seither leben.

Ich hoffe so sehr, dass wir Menschen die aktuell noch herrschende spannungsvolle Steinbock-Energie nutzen, um unsere eigene Verantwortungsbereitschaft, unseren Umgang mit der Verantwortung füreinander neu zu entdecken. Denn dafür steht Steinbock in erster Linie.

Die geballte Wassermann-Energie ab dem Jahreswechsel vergrößert die Gefahr, Uranus´ alter Ideologie aufzusitzen, eine Welt müsse perfekt sein (denn Uranus ist der Chef der Wassermann-Energie). Die Chefideologen aller Lager hätten im Januar ihre Freude. Wir brauchen steinböckisch machbare Veränderungen, wenn wir nicht Handlanger von Uranus unmenschlicher Zerstörungswut sein wollen.

Rosa Brille derzeit aus der Mode

Wenn es derzeit passiert, dass wir uns etwas mutlos, belastet oder unter Druck fühlen, gibt es gerade jetzt spezielle Methoden und Wege, die aus diesen Zuständen herausführen.

Die Qualität der Zeit wird bis Januar von einer Planetenkonstellation bestimmt, die nicht mit Weltflucht oder dem Aufsetzen der rosa Brille verbessert wird, sondern eigenverantwortliches, nüchternes Hinsehen fordert. Ein wenig Bereitschaft zu Veränderung wäre auch nicht schlecht …. Um welche Energien geht es da? Und wie mache ich mir diese am wirksamsten zunutze?

Die erwähnte Konstellation findet im Zeichen Steinbock statt und Saturn ist einer der beteiligten Planeten. Saturn fühlt sich im Steinbock wie zuhause, denn es ist „sein“ Zeichen und macht ihn richtig stark.

Das astrologische Symbol für Saturn

Saturn verlangt von uns, unsere Lebensumstände nüchtern zu betrachten. Sollten wir die rosa Brille im Umgang mit rauer Wirklichkeit gewählt haben, wird diese unter Saturns Einfluss bald Kratzer bekommen. Saturn honoriert es nämlich nur, wenn wir den Dingen, die nicht funktionieren, direkt ins Auge sehen. Es sind Zeiten, in denen wir zwar einerseits oft niedergeschlagen sind in Anbetracht unbequemer Tatsachen. Es sind aber zugleich Zeiten, in denen wir so viel wie nie sonst dazu beitragen können, dass sich etwas zum Guten verändert. Wenn, ja wenn wir bereit sind, genau hinzusehen und Luftschlösser durch einen Blick auf die Wirklichkeit zu ersetzen. Wenn wir uns Saturns Führung in die Welt der Tatsachen anvertrauen, stärkt er uns im Umgang mit denselben. Er begleitet uns auf dem Weg zu Lösungen und führt uns die Hand bei der Entwicklung von Auswegen, neuen Umgangsweisen, Durchhaltevermögen und er gibt uns Halt. Sein ehemals in der Astrologie gefürchteter Ruf speist sich aus der Tatsache, dass er unser Wunschdenken entlarvt. Wir könnten in der betreffenden Angelegenheit nicht weiter den Kopf im Sand belassen. Natürlich gehört der Traum vom Luftschloss zum Menschsein dazu. Aber unter Saturn zimmern wir uns eine regendichte Hütte und legen eine bequeme Matratze hinein, weil uns die Übernachtungen auf der Parkbank mit Luftschloss auf Dauer Rheuma bescheren. Egal, ob derzeit Ihr Zahn schmerzt, ob Sie Schwierigkeiten mit Mitmenschen haben oder ob Sie der Umgang der Menschheit mit unserem Planeten ängstigt: Der Mut, den Sie jetzt aufbringen, um den Tatsachen ins Auge zu schauen und beginnen, auch nur das Geringste zu unternehmen, um Besserung herbeizuführen, wird Grundstein sein für Ihr Selbstvertrauen für den Rest Ihres Lebens. Nebenbei von einer besseren Welt und einem besseren Leben zu träumen, das verbietet uns dabei niemand, auch kein Planet.

Die von Saturn eingeforderte Ernsthaftigkeit kann auch Freude machen, wenn sie nicht verbissen gesehen wird. In der Kunst des ZEN ist vieles enthalten, was Saturn ausmacht: nüchterne, freundliche Bescheidenheit, Demut in Anbetracht der Tatsachen, Ruhe im Handeln, Respekt vor Mitmenschen und Umwelt.

Das astrologische Symbol für Pluto

Pluto ist der zweite an der Konstellation beteiligte Planet. Seine Energie ist von völlig anderer Natur. Wo Pluto unsere Horoskope berührt, will er die volle Entfaltung unseres Potentials. Das hört sich nur auf dem Papier vollends wunderbar an. Im echten Leben kann das schmerzen, wie wir es bei einer sich häutenden Schlange vermuten könnten. Denn: Wir müssen im Leben erst nach und nach lernen, was wir eigentlich alles sind und können. Laufenlernen endet oft genug mit einem Sturz auf das Näschen, was schmerzt. Außerdem: Wir schränken unser Potential oft vorsichtshalber ein, um unsere lieben Mitmenschen nicht zu verschrecken und in sozialen Verbänden unseren sicheren Platz einzunehmen. Dazu kommt: Wir haben es uns so gut wie möglich im Status Quo unseres Lebens eingerichtet, sodass Veränderung immer ein Risiko bedeutet, auch wenn etwas scheinbar so wünschenswertes wie „die Entfaltung unseres Potentials“ dahintersteckt.

Pluto nun nimmt auf all das keine Rücksicht: Weder dass Häutungen schmerzen, noch dass uns unser kleines privates, niedlich eingerichtetes Leben lieber ist als das Abenteuer „Entfaltung“. Wir haben mit unserer Geburt diese Kraft der Selbstentfaltung mit unseren Genen und mit unseren Sternen eingekauft. Wäre das nicht so, hätten wir freiwillig viele Häutungen nicht zustande gebracht. Vielleicht wären wir immer Kind geblieben, weil es doch viel einfacher ist, versorgt zu werden. Aber vor derartigen insgeheimen Wünschen hat Pluto einfach keinen Respekt. Wenn er unser Horoskop berührt, fühlen wir mitunter zwanghaft, dass es so nicht bleiben kann. Sehr oft wehren wir uns heftig, um die Veränderung abzuwehren. Doch unsere Seele, unser Unbewusstes, hat irgendwie einen Pakt mit diesen Kräften geschlossen. Oft hintertreiben wir daher unbewusst unsere bewussten Absichten und finden uns trotz aller Gegenwehr in ungeplant neuen Lebensumständen wieder.

Wenn wir es mit Pluto-Kraft zu tun haben, ist es wirklich besser, sich auf Veränderung einzustellen. Das erfordert Mut und Ehrlichkeit gegenüber sich selbst. Der Lohn, den Pluto für uns bereithält ist das Gefühl von Lebendigkeit und Selbstwirksamkeit. Wir erfahren Macht- und Kraftzuwachs. Während wir verwundert die zu klein gewordene tote, abgestreifte Haut neben uns betrachten, fließt das Blut in unseren Adern wieder schneller. Haben wir jemals in diese alte Haut gepasst?

Welchen Weckruf Pluto Ihnen sendet oder bereits gesendet hat, kann ich nicht wissen. Global haben viele Menschen das Gefühl, dass große Veränderungen in Wirtschaft und Politik (Steinbock-Themen) nötig sind, um weiteres Überleben zu ermöglichen. Dieses Gefühl gehört mit Sicherheit zu der aktuellen Himmelskonstellation und kann dazu beitragen, große Veränderungen zu bewirken, wie sie menschheitsübergreifend bisher nicht denkbar waren. Aber wir alle haben auch unsere private „Wirtschaft“ und unsere private Lebenspolitik, die vielleicht gerade nach Veränderung und der Entfaltung größeren Potentials ruft.

Jetzt arbeiten Saturn und Pluto bis Januar 2020 verstärkt zusammen. Daher tun sich die beschriebenen Wirkweisen von Saturn und Pluto zusammen und bilden eine in dieser Form nur alle etwa 240 Jahre vorkommende, sehr starke Mischung. Das ist der Grund, warum ich anfangs von Mutlosigkeit und dem Gefühl der Belastung schrieb. Pluto sorgt für tiefen emotionalen Aufruhr, damit wir seinem Veränderungs-Weckruf auch wirklich folgen. Es packt uns gefühlsmäßig außerordentlich, wenn Pluto etwas von uns will. Steinbock und Saturn packen zu dieser emotional aufgeladenen Szene das Gefühl des Mangels hinzu. Denn Saturn lenkt unsere Aufmerksamkeit ja auf alles, was gerade nicht gut funktioniert. Natürlich will er damit auch nur unser Bestes, wie wir oben sahen. Zusammen mit Pluto kann da leicht ein inneres Weltuntergangs-Szenario entstehen.

Was können wir nun mit diesem Energie-Cocktail sinnvoll anfangen? Nicht doch lieber den Kopf in ein Luftschloss stecken? Sie ahnen es: Nützlicher ist es, sich jetzt etwas mehr anzustrengen. Sich Ängsten zu stellen und deren Ursachen zu erforschen. Nicht in Torschlusspanik verfallen, aber dennoch Auswege suchen. Unwohlsein zulassen, annehmen und genau registrieren – dann Lösungen zur Verbesserung entwickeln.

Wir benötigen ALLE Energien, um ein erfülltes und gutes Leben zu haben. Und jede Energie, ob Weltflucht oder Realitätsbezug – hat seine Zeit. Mit Saturn in Konjunktion mit Pluto in Steinbock haben ganz sicher der Realitätsbezug und Verantwortungsbewusstsein eine große Chance, bis Ende Januar 2020 unsere Lehrmeister und spröde, aber treue Freunde zu werden. Wir suchen alle die Leichtigkeit und glauben gerne denen, die sie uns versprechen. In diesen Zeiten könnte das weniger denn je klappen, was aber kein Schaden sein muss. Den aufrechten Gang haben wir auch nicht an einem Tag mit links gelernt.

P.S: Und diese Kraft, so sanft sie daherkommt, hält länger als oben beschriebene Konstellation. Sie unterstützt uns in diesen vielleicht anstrengenden Zeiten mit der Kraft der Gewaltlosigkeit, des Friedens, der Liebe. Hier entdecken wir, dass „Gesundbeten“ etwas anderes ist als ein Luftschloss.

Wie begegnen wir den neuen uranischen Kräften?

Merken wir es schon? Woran bemerken Sie es, woran bemerkst Du es, dass Uranus seit März dauerhaft in den Stier gewechselt ist?

In welchem Lebensbereich ist in Ihrem, in Deinem Horoskop das Sternzeichen Stier verankert? Geht plötzlich etwas viel leichter von der Hand? Sind die üblichen Skrupel, DIESES ungewöhnliche Unterfangen zu beginnen plötzlich verschwunden und nicht mehr auffindbar? Oder bahnt sich irgendwo ein kleines Erdbeben an und es verändert sich, was in Stein gemeißelt schien? Juckt es in den Fingern, sich die Freiheit zu nehmen, die bisher nur unterschwellig mal in den Sinn kam? Oder realisieren wir leicht ängstlich, dass uns eine Veränderung in einem Bereich droht, den wir SICHER nicht aufgeben wollen?

Was wird geschehen? Es kann sein, es passiert gar nichts Neues oder Ungewöhnliches. Nämlich dann, wenn die uranischen Kräfte bereits in einer für uns günstigen Weise im Leben Raum finden. Sollte da allerdings noch Luft nach oben sein, gibt er uns seit März das Werkzeug hierfür auf eine neue Art in die Hand. Seine Fragen
* Wieviel Sicherheit brauchst Du wirklich?
* Welche Sicherheiten brauchst Du?
* Wie ist es mit Deinem Selbstwertgefühl bestellt?
* Wie um Deine Sinnlichkeit und Genussfreude?
rütteln an anderen Stellen in unseren Leben als in den letzten sieben Jahren.

Wie begegnen wir diesen auftauchenden Fragen in den kommenden Jahren am vorteilhaftesten? Die Vogelstraußtechnik funktioniert jedenfalls am allerschlechtesten, wenn gerade dieser Planet dazu einlädt, seine Energien zu nutzen. Er will Befreiung und Veränderung. So mancher Impuls, das Kind mit dem Bade auszuschütten, könnte uns überfallen, wenn wir zu lang damit warten, seinem Drängen nach für uns stimmigeren Lebensumständen nachzugeben. Und irgendetwas in uns will diese neuen Lebensumstände dringend. Daher senden wir unbewusst Signale aus, damit das Leben im Zweifelsfall auch ohne unsere bewusste Steuerung die Befreiung übernimmt.

Zu spüren, wo sich eine Veränderung vielleicht gut anfühlen könnte. Zu ahnen, wo man mit der Realisierung der (neuen) Träume beginnen könnte. Einen Plan zu finden, was man behalten will und was sich verändern darf. Nachzuspüren, wie sich Freiheit auf dem einen oder anderen Gebiet anfühlen könnte, ohne gleich alles Bestehende über den Haufen zu werfen. Den passenden Weg für einen selbst zu finden, sich ein Stückchen Freiheit zu erobern….. Für all das bietet die Astrologie mit einem inspirierenden Gespräch eine wunderbare Grundlage.

Mit oder ohne einen Blick in die Sterne eröffnet sich mit einer Trancereise eine wundervolle Möglichkeit, für sich die richtigen Ressourcen zu erschließen. Unsere Seele weiß, was in jedem Moment wirklich dran ist und gut für uns. Mit einer kleinen Trance ins eigene Unbewusste abzutauchen: Das eröffnet uns den Zugang zu genau den richtigen Energien und Informationen, die uns genau jetzt gut tun.

Gönnen Sie sich, Gönne Dir einen hilfreichen, bewussten Zugang zu den aktuellen Qualitäten, die sich zeigen wollen.

Interpretation des Geburtshoroskopes mit aktuellen Einflüssen von Uranus und weiterem aktuellen Himmelsgeschehen. Auf Wunsch inklusive CD mit Aufnahme des Gespräches von einer Stunde Dauer: 120 €

Trancereise ins eigene Unbewusste, Dauer etwa eine Stunde (wunderschön!, erholsam!) 80 €

Interpretation des Geburtshoroskopes inklusive anschließende Trancereise: 180 €

Ich freue mich auf inspirierende Gespräche, so manches AHA-Erlebnis und Ihr / Dein frisch gestärktes Selbst-Bewusstsein nach den Terminen.

Sternengrüße von

Elisabeth

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Jupiter neu im Schützen

Am Morgen des 9. November geht am östlichen Horizont – kurz nach der Sonne – erstmals Jupiter wieder in seinem eigenen Zeichen, dem Schützen, auf. Dicht im Gepäck dabei hat er Mond und Merkur. Wir dürfen geballte Schütze-Kraft erwarten. Was kann das wohl bedeuten?

Jupiter wird in der Astrologie oft als der große Wohltäter gehandelt. Tatsächlich steht er im Horoskop dort, wo wir vom Leben das Beste erwarten. An seiner Position erkennen ich als Astrologin, wo und auf welche Weise jemand Zuversicht und Selbstvertrauen entwickelt.

Berührt er in seinem aktuellen Flug einen unserer Geburtsplaneten, so dürfen wir hoffen, hier Wachstum zu erfahren und das Wohlwollen unserer Mitmenschen anzuziehen.

Jupiter sorgt für Horizonterweiterung

Mit Jupiter gelingt uns unser Leben. Wir brauchen seine Kraft, um Überzeugungen zu entwickeln und nicht zum Spielball anderer zu werden. Hier wohnt die Kraft der Subjektivität. Wer keine eigenen Überzeugungen hat, tut sich schwer, herauszufinden, wofür er oder sie wirklich „brennt“. Was macht mein Leben aus? Worin finde ich Sinn? Um diesen Themen auf die Spur zu kommen, betrachtet die Astrologie auch Jupiter im Horoskop. Mit seiner Hilfe findet eine Astrologin beispielsweise heraus, was für Sie wirklich Sinn macht. Er zeigt an, wo wir bereit sind, unseren Horizont zu erweitern, wo wir uns weiterbilden wollen, wo es uns in die Ferne zieht, wo wir einem roten Faden folgen, wo wir nach Höherem streben und bereit sind, über uns hinaus zu wachsen. Wir richten uns gerader auf, den Blick in die Ferne gerichtet und sind zugleich Gestalter und Eroberer unseres Lebens.

Jupiter ist Herrscher des Zeichens Schütze. Die archetypische Natur des Schützen hat viel gemeinsam mit dem Wirken des Jupiter. Jeder Planet, der im Schützen steht, sucht nach Sinn und Wachstum, bringt uns ein Stück des lebensertüchtigenden Feuers und ein Stück Gewissheit über das, was wir erreichen wollen. Wenn nun Jupiter für ein gutes Jahr durch sein eigenes, ihm so ähnliches Zeichen gefärbt ist, wird sich seine Wirkweise verstärken. Wenn Sie sich persönlich ein Ziel gesetzt haben, kann die Kraft des Jupiter Ihnen helfen, es zu verwirklichen.

Ich weiß nicht, ob Sie es gemerkt haben: Ich habe diese äußerst positiven Eigenschaften des Jupiter geschrieben, während in meinem Hinterkopf beständig eine kleine Sirene gesummt hat. Sie sirente in etwa so: „Vorsicht, da ist ein Haken dran. Vorsicht, da kommt was nach.“ usf.

Die Astrologie liebt Jupiter zu Recht. So wenig wie es allerdings eine ausschließlich negative Kraft in der Astrologie gibt, so wenig gibt es eine ausschließlich positiv wirkende Kraft. Es geht um den Ausgleich, immer geht es um das richtige Gleichgewicht. Und mir graut tatsächlich ein wenig vor den möglichen negativen Auswirkungen dieses gehypten Wundertäters Jupiter, wenn er jetzt so viel Auftrieb bekommt.

Die Planeten schwirren derzeit auch beim Einschlafen in meinem Kopf herum. Manchmal bitte ich um einen Traum zu einem Thema, das mich gerade beschäftigt. So geschehen vor ein paar Tagen, als ich um einen Traum bat, der mir bitte einen zusätzlichen Aspekt für diesen Artikel eröffnen würde. Spannend, gell. Ich find das auch immer spannend, ob man sich dann auch wirklich an die Träume erinnern kann, die man so bestellt hat. Und ob man interpretatorisch damit dann auch Erfolg haben würde. Hier war der Erfolg gleich glasklar da und ersichtlich. Beim Aufwachen waren die Worte da: „Schwarz-Weiß“ und ich hatte auch noch ein Bild vor Augen, das deutlich von gänzlich weißen und gänzlich schwarzen Objekten ausgefüllt war. Da begann die Sirene mit ihrer Meckertour und ist erst jetzt zufrieden, wo ich beginne, ihrer Stimme Gehör zu verleihen. Das Schwarz-Weiß-Denken könnte sich mit dieser Himmelskraft durchaus verstärken. Jupiter in seiner vollen Kraft kennt keine Zwischentöne. Er hat sich ja den Horizont maximal erweitert, eine Meinung gebildet und den Sinn erfasst. Wie könnte er da eine zweite Meinung neben sich dulden.

Zu viel Jupiter fördert Schwarz-Weiß-Denken

Sie sehen: so nützlich und unverzichtbar diese Kraft für unser einzelnes zu verwirklichendes Leben einerseits ist, so zerstörerisch kann sie andererseits werden, wenn wir auf unserem Erdenball damit wild herumschlagen. Natürlich braucht jeder Mensch seine eigene Meinung und er hat auch ein Recht darauf! Aber zu viel Jupiter bedeutet, die Meinung des anderen eben nicht zu respektieren, weil man RECHT HAT. Und wenn zwei besonders Recht haben, die gegensätzlicher Meinung sind, dann kann das ordentlich krachen.

Recht haben kann ein Trumpilein. Dieser neu erstarkte Jupiter aktiviert das Horoskop von Donald Trump ebenso wie Putins und das von Erdogan. Auch Merkel (nachdem ich dies ins Netz gestellt habe, hat sie den Parteivorsitz aufgegeben – bei ihr wird Jupiter ins zwölfte Haus wandern, was viel mit der Fischeenergie des letzten Satzes unten zu tun haben könnte und weniger das Ego pusht als in anderen Häusern) und Seehofer sind dabei, Sergio Mattarella, … mehr habe ich jetzt nicht untersucht, weil ich hier auch keine Weltpolitik versuchen will. Nur Jupiter untersuchen.

Im Übrigen wird auch der Dalai Lama aktiviert, ich selbst auch und vermutlich ein paar, die das lesen auch. Was machen wir jetzt alle mit so viel Jupiter? Recht haben scheidet für mich schon mal aus. Die möglichen Szenarien sind wenig erstrebenswert. Ich habe Recht! Nein ich! Nein ich! …. ein Oberschlumpf nach dem anderen könnte geboren werden.

Jupiter in Schütze mit mit neptunischem Nebel

Ich sehe die Rettung vernebelt im Sternzeichen Fische daherkommen. Neptun ist im gesamten nächsten Jahr noch prominent in der Mitte wiederum SEINES eigenen, verstärkenden Zeichen Fische platziert. Er bildet damit die allermeiste Zeit ein sogenanntes Quadrat zu unserem entflammbaren Jupiter. Neptun könnte der rettende Löschzug sein. Wasser ist Neptuns Element. Kann sein, es fühlt sich nicht immer optimal an, zumindest nicht für Jupiter. Denn gelöschtes Feuer gibt Nebel und die klare Sicht auf den Horizont (und wer jetzt Recht hat) wird unklar bleiben. Mit dem Nebel kommen aber wieder Zwischentöne hinzu. Aus Schwarz und Weiß wird Milchglasweiß, Rauchgrau, Nebelhell … und es besteht sogar die Möglichkeit, dass durch die Lichtbrechung in den Nebeltröpfchen wieder Bunt entsteht.

Übersetzt heißt das für mich: In 2019 bringt uns Jupiter viele Möglichkeiten zum Erfolg für jedeN persönlich. Wir können vielleicht wirklich Ziele ins Auge fassen und diese für uns sinnstiftend verwirklichen. Glaube und Zuversicht dürfen wachsen, was Glück und Sinnhaftigkeit verheißt.
Es wird jedoch genügend Möglichkeiten geben, inne zu halten und verwirrt um sich zu blicken, wenn man sich mitunter fragt, ob das Ziel noch dasselbe ist, oder ob man noch dasselbe Ziel verfolgen will wie einen Tag zuvor. Lassen Sie sich verwirren, lassen wir uns alle verwirren. Als Astrologin kann ich Ihnen mit der Betrachtung Ihres Horoskopes helfen herauszufinden, wie Ihr erfolgreicher Weg durch den Nebel aussehen kann.
Neptun bringt mit aller Verwirrung am Ende größere und höhere Ziele ins Spiel, als Jupiter das vermag. Schlußendlich ist tatsächlich Jupiter in der Astrologie der zweite, alte Herrscher in den Fischen. Verbunden mit der Fischeenergie bringt er Heilung, Wohlwollen, gegenseitige Hilfe, wahre Selbstlosigkeit und ziemlich viel Gutes auf die Welt.

Die Kraft der Stille – Neptun in seinem eigenen Zeichen

Seit dem 19. Februar 2012 schon ist der Planet Neptun in seinem eigenen Zeichen Fische. Bis heute hat er die Hälfte dieses Zeichens durchwandert. Wir werden diese Energie noch mehrere Jahre zur Verfügung haben. Gaaaaanz typisch für Neptun: für den 19. Februar 2012 gibt es keinen einzigen Eintrag in Wikipedia, dass irgendetwas weltbewegendes geschehen wäre. Ich muss grinsen, denn was habe ich auch anderes erwartet bei dieser sanften Himmelsmacht. Neptun ist sicher nicht zuständig für lautes Krachbum, für Furioses, Offensichtliches oder Eindeutiges. Neptun steht unter anderem für das Unsichtbare. Er verkörpert alles, wozu wir kein Ego brauchen. In unseren Horoskopen steht er dort, wo wir offen sind für das Wunderbare und für unsere Verbindung zum Göttlichen.
Neptun verbindet uns mit etwas, was größer ist als unsere einzelne kleine Existenz. Was das sein kann, da kommen wir Astrologinnen genauso in Erklärungsnöte wie alle, die Gott erforschen wollen. Gibt es ihn nun oder nicht? Beantworten kann das keine Religion der Erde. Dafür wäre übrigens Neptun auch gar nicht zuständig: Religion fällt in das Gebiet des Schützen, weil es bei religiösen Überzeugungen um persönliche Glaubenssätze geht. Neptun ist etwas anderes. Eine spirituelle Verbindung spüren mit soetwas wie Gott, dem Universum oder allem Lebendigen, das ist eine höchstpersönliche, individuelle Sache. Das ist auch der Grund, warum wir auf den Gottesbeweis wohl ewig warten müssen: keine Statistik und keine Tatsache wird je beweisen können, ob ich Zugang zu dieser Qualität (dem Göttlichen, dem Alleins-Sein, …) habe. Das Wissen darum liegt in mir allein. Dazu brauche ich Vertrauen und die Fähigkeit zur Hingabe. Wir geben unser Ego auf, wenn wir beten und Gott bitten, die Führung zu übernehmen. Ich persönlich nehme die Existenz dieser astrologischen Rubrik Neptun / Fische als meinen persönlichen Beweis, dass es das unbeweisbare göttliche Prinzip gibt. Es würde ja was fehlen im Tierkreis, wenn wir das leugneten :-).

Sanft, ja sanft ist Neptun. Er drängt sich so wenig auf wie die Stimme Gottes in uns. Sanft, aber auch unendlich kraftvoll. Er ist wie das Wasser, das mit seiner sanften Kraft seinen Weg durch den Stein findet.

Wir haben noch andere machtvolle langsam laufende Planeten (Pluto, Uranus und Chiron) im Universum, die die Geschehnisse auf der Welt färben. Aber allein Neptun steht derzeit und über weitere Jahrzehnte in seinem eigenen Zeichen, den Fischen. In seinem eigenen Zeichen kann er seine verbindende, spirituelle Kraft ohne Einschränkung entfalten. Ohne Frage stellt er gerade den größten wirksamen astrologischen Einfluss dar. Was für eine wunderbare Qualität der Zeit. Merken wir das überhaupt??????? Wenn ja woran?

Wir können es ahnen, wenn wir die Flüchtlingsströme auf unserem Erdball betrachten. Denn Neptun steht ganz allgemein dafür, dass das Ego der Menschen zurückstecken muss. Unser Wille geschehe?!? Nicht mit Neptun! Durch den Einfluss dieser Kraft lernen wir – freiwillig oder nicht – anzuerkennen, dass unser weltliches Streben seine Grenzen hat. Lebt der Westen auf Kosten der sogenannten Dritten Welt, läuft die Sache mit einem starken Neptun jetzt aus dem Ruder. Neptun hat die ganze Menschheit im Blick. Zwar steht er im individuellen Horoskop für unsere Fähigkeit, uns diesem geheimnisvollen Großenganzen zu öffnen. Sein Ziel ist es aber, dass wir erkennen, dass wir als Einzelwesen eine lächerliche, überhebliche Erscheinung sind – wenn, ja wenn wir nicht erkennen können, dass wir ein Teil von etwas Größerem sind.

Viele Menschen spüren in den letzten Jahren den neptunischen Einfluss nur all zu deutlich! Angela Merkel zum Beispiel. Unglaublich, aber 2015 war dieser starke Neptun gradgenau in Opposition zu ihrer Venus. Danach bildete er ein Trigon zu ihrem Merkur und derzeit zu ihrem Jupiter. Weitere Transite werden bei ihr noch folgen. Wenn ich mich nicht sehr täusche, hat Frau Merkel – bei aller Kritik, die man an ihr üben kann – begriffen, dass wir das schaffen MÜSSEN (Flüchtlinge aufnehmen, Europäische Lösungen suchen), wenn wir auf dieser Erde weiter in Frieden leben wollen.

So viele freiwillige, ehrenamtliche Helferinnen wurden in den letzten Jahren aktiviert. Tierschutz, Naturschutz, der friedliche spirituelle Weg, Meditation und Yoga, freiwilliger privater Verzicht …. das alles ist stillundheimlich in den letzten Jahren gewachsen und hat an Kraft zugenommen. Das ist mehr, als nur die rationelle Einsicht, dass wir etwas tun müssen, um unser aller Zuhause, die Erde, zu retten. Sie packt uns mit Leib und Seele, die Einsicht, dass unser Ego jetzt erstmal etwas leiser zu drehen ist und wir einen Blick über unseren Tellerrand riskieren wollen.

Gut nutzen können wir Neptun, wenn wir selbst auch ab und zu still werden. Wenn wir damit offener dafür werden, unsere innere Stimme zu vernehmen. Buchen Sie ein Wochenende an der Ostsee zum Nurspazierengehen, wandern Sie mal wieder durch unsere schönen Wälder, reservieren Sie sich endlich die lange ersehnte Schweigewoche im Kloster, gehen Sie zum Chanten, zum Singen im Kirchenchor oder lernen einfach mal eine Woche lang den Fernseher aus zu lassen. Beweisen kann Ihnen das niemand, fühlen können nur Sie allein, was das mit Ihnen macht. Ich wünsche Ihnen Glück – das stellt sich nämlich ein, wenn wir anfangen, unsere inneren Stimmen wieder zu vernehmen.

P.S.: Musik und Gesang gehören zum Reich des Neptun. Zusammen mit Kerstin Pichlmaier und Andrea Würfl biete ich immer wieder neptunische Abende mit heilenden Rhythmen und Gesängen, Räucherwerk und Stille an. Wenn Sie Interesse haben, dabei zu sein, schreiben Sie mir. Empfänger meiner newsletter erhalten die Einladung und Informationen hierzu automatisch. Sie können die Infos aber auch gern ohne newsletter anfordern. info@astrologische-interpretation.de