Zeichenwechsel des Saturn 2017

Seit 2015 bis Ende 2017 befand sich Saturn im Zeichen Schütze.
ZEICHENWECHSEL DES SATURN 21.12.2017

Das hat sicher den Schützen nach und nach so manch unwillkommene „Bremse“ beschert. Saturn und Schütze sind keine befreundeten Qualitäten.
Zur Wintersonnenwende am 21. Dezember 2017 wechselt Saturn, der Herrscher der Zeit – und damit auch der Realität – nun in sein eigenes Zeichen, den Steinbock. Bis Ende 2020 steht er uns hier mit seiner neuen, stärkeren Kraft zur Verfügung. Die nächsten drei Jahre erhalten wir damit ein Werkzeug in die Hand, das uns hilft, mit der Realität besser zurecht zu kommen.

Saturn wird in älterer Literatur oft als Übeltäter geschmäht. Meine Aufstellungsarbeit zeigt, was die neuere astrologische Literatur beschreibt *): Das war falsch! Und es ist ja auch logisch. Saturn ist das Mittel der Wahl, um hier auf der Erde zu leben. In esoterischen Kreisen legen wir viel Wert auf spirituelle Qualitäten, auf Ablösung von materieller Bedürftigkeit, auf geistige Höherentwicklung und die Verbindung zu Gott. Wenn wir dabei unsere irdisch Existenz – und damit Saturn – vernachlässigen, dann ist es ganz schnell vorbei mit all dem. Wir haben dann nämlich keinen funktionsfähigen Körper, keine ausreichend sichere seelische Grundlage, um all diesen erstrebenswerten Tugenden nach zu gehen. Saturn kommt immer zuerst! Vielleicht hat die Menschheit deshalb 5000 Jahre gebraucht, um die Planeten HINTER Saturn zu entdecken **), die für unsere geistige Höherentwicklung zuständig sind und uns Aufträge für die ganze Menschheit in unser persönliches Horoskop einbauen. Wer weiß.

Wobei kann der frisch in Steinbock gewechselte Saturn nun helfen? Sicher lässt er uns die Realitäten hautnah spüren. Das kann zu Komplikationen führen, wenn wir die Wirklichkeit nicht sehen wollen. Kopf in den Wolken, unrealistische Vorgehensweisen, Projekte ohne ausreichende Vorbereitung und Grundlagen verwirklichen zu wollen – bei all dem wird er uns einen Strich durch die Rechnung machen.
Hilfe erhalten wir, wenn wir den Mut haben, unsere Handlungsweisen und unsere Pläne auf Herz und Nieren zu untersuchen. Erleichterung wird sich einstellen, wenn wir dann den Weg finden, wie es wirklich funktionieren kann. Saturn hat sich in allen meinen systemisch-astrologischen Horoskopaufstellungen als freundlich und um Hilfestellung für die Fragesteller bemüht herausgestellt. Er verdirbt uns zwar mitunter unsere hochfliegenden Pläne. Aber er führt uns auch auf den Weg zur Meisterschaft. Wir werden am Ende Meister darin sein, worum wir uns bemühen.

Natürlich brauchen wir zu gegebener Zeit auch den Wagemut Jupiters, die Kraft der Träume und Visionen von Neptun und Uranus. Eben alles zu seiner Zeit. Doch wenn wir jetzt mit Saturn in die Zeit der realistischen Verwirklichung gehen, wird uns das vermutlich auch auf die Zeit vorbereiten, wenn 2019 Uranus, der geistige Inspirator, in das Erdzeichen Stier wechselt und sich darin vermutlich recht unwohl fühlen wird. Vielleicht haben wir dann so viel Realitätssinn erworben, dass wir auch diese Herausforderung der Zeit besser annehmen können. Möglicherweise fragt uns Uranus nämlich in einem Jahr, wie er mit all diesem „irdischen Zeugs“ wie Körper, Wohlbefinden, Selbstwert und persönliche Wertvorstellungen, mit dem Streben nach persönlicher Sicherheit und Ernährung umgehen soll. Und wir haben dann schon ein Jahr 2018 lang Antworten hierfür gesammelt, die wir ihm dann präsentieren können 🙂

Für unseren Planeten Erde ist es – das fühlen sicher viele von uns sehr deutlich – an der Zeit, die Realität anzuerkennen. Umweltverschmutzung, Ausbeutung der Ressourcen, globale Flüchtlingsbewegungen – und viel zu wenige, die bisher Verantwortung dafür übernommen haben. Saturn in Steinbock bietet auch hier neu Kraft und Wege. Er wird uns deutlich zeigen, wenn wir es weiterhin versäumen, die Zeichen der Zeit zu erkennen. Und jeden Schritt honorieren, den wir in die richtige Richtung tun.

*) Literaturempfehlung: Ursula Strauß, Die Wandlung Saturns, erschienen bei Urania, Vertrieb durch astronova
**) Uranus, Neptun und Pluto stehen für diese überpersönlichen „Aufträge“ an uns